Kosten- und CO2-Einsparung trotz Gebäudeerweiterung

Bielefeld, Schildescher Straße 16 | Projektende: 12.2022

Allgemeine Informationen


Öffentlich-rechtlich, Kommunal
Nichtwohngebäude
Stadtwerke Bielefeld GmbH
Optimierung Energie-Erzeugung
Nutzenergielieferung (Energieliefer-Contracting, Wärmelieferung)
354.000 € Investition
10 Jahre Laufzeit
Energiedienstleister

Stadtwerke Bielefeld

Kontakt:

Herr Astroth Energiedienstleistungen dirk.astrot@stadtwerke-bielefeld.de

Kunde

Immobilienservicebetrieb der Stadt Bielefeld

Kontakt:

Wirkungen


Vorher-Nachher-Vergleich Gesamtprojekt


10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
6% Kostenersparnis 13% Energieersparnis
2010
2017
Energie- und Projektkosten
191.000 €/Jahr
Kostenersparnis 6% / Jahr 110.000 €/ Vertragslaufzeit
180.000 €/Jahr
191.000 €/Jahr
Energiekostenersparnis 6% / Jahr 110.000 €/ Vertragslaufzeit
180.000 €/Jahr
Energieverbrauch / Co2
2.628.000 kWh th/Jahr
Wärmeverbrauch-Reduktion (Endenergie) -44% / Jahr -11.540.000 kWh th/ Vertragslaufzeit
3.782.000 kWh th/Jahr
323.000 kWh el/Jahr
Stromverbrauch-Reduktion (Endenergie) 70% / Jahr 2.260.000 kWh el/ Vertragslaufzeit
97.000 kWh el/Jahr
CO2 Einsparung
143 t pro Jahr
1.430 t pro Vertragslaufzeit
Technische Daten
Energieträger
Vorher:
  • Erdgas
Nachher:
  • Erdgas
Technikdaten

Vorher:

Gesamtschule und Berufskolleg: zwei Kessel mit je 1.100 kW und ein BHKW mit 52 kWel und 101 kWth Sporthalle: Doppelkesselanlage mit je 209,3 kW; angeschlossene Hausmeisterwohnung: zwei Kessel mit je 18 kW; zweites Berufskolleg: drei Kessel mit je 360 kW, gedrosselt auf 297 kW

Nachher:

Zentraler Heizraum mit zwei Kesseln mit je 1.100 kW, einem weiteren Kessel mit 470 kW und einem BHKW mit 201 kWel und 333 kWth; Versorgung aller Bestandsgebäude sowie der neuen Kantine mittels neu errichtetem Nahwärmenetz

Maßnahmen-Überblick


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Blockheizkraftwerk (BHKW)
Gasbrennwertheizung
Nahwärme-Ausbau
Wärmeverteilung
Warmwasseraufbereitung
Antriebe / Pumpentechnik
Gebäudeleittechnik (GLT)
Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik (MSR)

Motivation Neben der Energie(-Kosten)einsparung


  • Verbesserung der CO2-Bilanz:

Motive für Energieeffizienzdienstleistung


  • Finanzaufwand
  • Personalaufwand
  • Zeitaufwand

Leistungsbestandteile


keine Details

keine Details

keine Details

  • Demontage Altanlage
  • Einbau / Montage Neuanlage
  • Einregulierung Neuanlage
  • Energieeinkauf
  • Energieverkauf (Überschussenergievermarktung)
  • Bedienung
  • Instandsetzung
  • Monitoring
  • Wartung / Inspektion

Projektbeschreibung


Alte Situation:

alle drei Gebäudekomplexe waren mit eigenen Heizräumen ausgestattet. Die Wärmeversorgung fand durch 13 bis 29 Jahre alte, gasbefeuerte Kessel bzw. ein 12 Jahre altes BHKW statt. Die mit insgesamt 3646,6 kW sehr hohe thermische Gesamtleistung wurde dabei nur sehr schlecht ausgelastet, zudem war die elektrische Leistung mit 52 kW gering, sodass der Eigenverbrauchanteil zwar sehr hoch war, trotzdem aber noch 315.000 kWh aus dem Netz bezogen werden mussten.    

Neue Situation:

Im Zuge der Teilnahme am European-Energy-Award der Stadt Bielefeld stand vor Allem die Reduzierung der CO2-Emissionen und die Erhöhung des KWK-Anteils im Vordergrund der Sanierung, die aber auch wirtschaftlichen Nutzen bringen musste. Dazu wurde eine Heizzentrale in einem der Heizräume eingerichtet und die weiteren Gebäude durch ein neu installiertes Nahwärmenetz angeschlossen. Ein Jahr nach der Umsetzung wurde der Gebäudekomplex um eine neue Kantine erweitert, die ebenfalls angeschlossen wurde.
Zur Wärmeversorgung wurde ein Blockheizkraftwerk mit 201 kW elektrischer und 333 kW thermischer Leistung installiert. Dazu kam ein moderner Kessel mit 470 kW. Um Spitzenlasten abzufangen blieben zwei der vorhandenen Kessel bestehen. Insgesamt wurde die installierte Wärmeleistung auf 3003 kW gesenkt. Trotz deutlich steigendem Heizwärmebedarf, vor allem bedingt durch die Erweiterungsmaßnahmen, konnten Kosten und CO2 eingespart werden.  

Durch die Umrüstung wurde die Auslastung der Wärmeversorgung deutlich gesteigert und die Fahrweise effizienter gestaltet. Der KWK-Anteil konnte von 25 auf gut 56 Prozent gesteigert werden. Auch der Fremdstrombezug konnte durch das größere BHKW um 70% auf 97.000 kWh gesenkt werden.